Da jetzt Zahlen, Daten, Fakten in Tabellenform vorliegen, kann man sich ein Urteil bilden über eine völlig abgehobene Pseudo-Elite europäischer Musikgeschmacksgouvernanten in den jeweiligen nationalen Jurys. Zwar war auch das Publikum dem völlig überzogenen Hype um Schwedens Loreen völlig erlegen, aber auf den weiteren Rankings zeigt sich – überraschenderweise – ein stärkeres Differenzierungsvermögen TV-Konsumenten als bei der einbildungselitären Expertenschickeria. Womöglich Schwarmintelligenz?

Der unvermeidliche Augure Jan Feddersen schreibt:

„Eine Debatte um die Mixtur des Wertungssystems lohnt nicht – es geht am Ende ja überwiegend um den Sieg. Und den, das ist nun schon Geschichte, hatte Loreen sicher. Aber manchmal schlägt mein Herz dann doch für die rein demokratische Art – dann wären nicht die Niederlande nach dem Halbfinale ausgeschieden, und Norwegen hätte nicht im Finale den letzten Platz verkraften müssen. Auch die Schweiz wäre in der Endrunde gewesen, aber die Jurys sahen sie nur als 13. Israel wäre im Finale gewesen, wenn das Publikum nicht mitgestimmt hätte, aber da es das sollte, landete der erfrischende Beitrag aus Tel Aviv nur auf Rang 13. Österreich hingegen darf sich ein wenig beruhigen: Nicht Letzter im ersten Halbfinale wären die Trackshittaz geworden, sondern lediglich Vorletzter. Bei den Jurys wie bei den Normalzuschauern.“

Für uns das entscheidende Resumee:

„Romans achter Platz hätte besser sein können ohne die Stimmen der Jurys: Die wählten ihn auf Platz zehn, während das Publikum ihn gern vier Plätze weiter oben, auf dem sechsten Platz, gesehen hätten.“

Mehr Einzelheiten hier.

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Jury-Opfer Roman Lob

 

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