Dieser Blog hat bekanntlich von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, wer unser Favorit der 8. DSDS-Staffel ist: Marco Angelini, der charmante Arzt aus der Steiermark. Dennoch ist trotz des von uns heiss ersehnten und hart erkämpften Weiterkommens von Marco in die 8. Mottoshow der zurückliegende Samstag ein rabenschwarzer Tag gewesen. Der erst 16jährige Sebastian Wurth, ein großartiges Talent, ist uns mit seinen überzeugenden und mehr als einmal Gänsehaut hervorrufenden Auftritten im Verlaufe der Mottoshows längst genauso ans Herz gewachsen wie unser Marco. Sebastian Wurth – das ist nicht unsere Nummer 2, sondern unsere zweite Nummer 1.

Das wahre Traumfinale für uns wäre allemal Marco vs. Sebastian gewesen, wobei uns am Ende des Tages relativ wurscht gewesen wäre, wer sich von den beiden herausragenden musikalischen Entdeckungen des Jahres 2011 und absoluten Sympathieträgern dann mit dem Titel „Superstar“ hätte schmücken dürfen. Ihren Weg werden sie unabhängig vom Endresultat beide gehen. Ginge es bei DSDS nach künstlerischen Kategorien, wäre die Marco-Sebastian-Paarung alternativlos, nach den Maßstäben menschlicher Qualitäten, die beide bisher zeigten, erst recht.

Leider laufen die Dinge bei DSDS inzwischen völlig aus dem Ruder (und das nicht nur wegen der Entgleisungen des glitschig-schmierigen „Moderators“ Marco Schreyl, der womöglich jetzt selbst für RTL-Verhältnisse den Bogen überspannt hat): während Sebastian Wurth am Samstag das Opfer eines nur noch schikanös zu nennenden bundesdeutschen Jugendschutzwahns herzloser Bürokraten wurde, steht Marco Angelini unter Dauerbeschuss des Inkompetenzteams Bohlen & Co.

Doch egal, wie die Sache letztlich ausgehen wird und welche Finten sich Bohlen und RTL einfallen lassen, um ihrem offenkundigen Wunschkandidaten, dem nicht gerade von der Sonne des Geistes beschienenen Pietro Lombardi, die entwertete und imagemäßig nicht nur  in den Augen Casting-Künstler boykottierender Radio-Musikredakteure unwiderruflich ramponierte DSDS-Krone aufzusetzen, eines steht heute schon fest: im Gegensatz zu einem inzwischen abgenutzten TV-Format, das sein ehedem gegebenes Versprechen, Deutschland neue Superstars zu bescheren bis dato schuldig blieb, haben Sebastian Wurth und Marco Angelini ihre besten Zeiten noch vor sich.

Und an beide Künstler noch ein persönliches Wort des Dankes:

Danke für das was Ihr in diesem widrigen Umfeld bisher auf der Bühne geleistet habt, die großen Gänsehaut-Momente, die unvergesslich bleiben werden! Danke besonders für „Hallelujah“, Basti! Danke besonders für „Use Somebody“, Marco!

Advertisements