Die gesamte Weltöffentlichkeit hat eindeutig und einseitig Position bezogen gegen den „Frauenschläger“ Chris Brown und für das Unschuldslamm Rihanna. Wen bei soviel aus allen Zeilen der yellow press, die sonst selbst von – zumindest seelischer, manchmal auch handgreiflicher (wobei es dann meistens so gedreht wird, als sei der Promi der Täter und der Paparazzi das arme, bemitleidenswerte Opfer) – Gewalt gegen von ihr ins Visier genommenen Prominenten sehr häufig Gebrauch macht,  triefender moralischer Selbstgefälligkeit und anwidernder Zeigefinder-Attitüde nicht ein leiser Zweifel befällt, ob die Schuld an der brutalstmöglich gescheiterten Beziehung zwischen den beiden RnB-Stars  wirklich so glasklar mit 100 zu 0 zu Lasten Browns verbucht werden kann, der kann schwerlich für sich beanspruchen, ein kritischer Medienkonsument zu sein.

Mich jedenfalls beschleicht bei dem gegen Brown laufenden Kesseltreiben aufgrund seiner – zweifellos verabscheuungswürdigen und nicht zu beschönigenden  – Gewalttat allmählich der Verdacht, dass uns nicht das gesamte Bild gezeigt wird.

Eines steht für mich jedenfalls fest: Der Heiligenschein steht Rihanna keineswegs gut! Die Schatten werden länger.

Auf allen Kanälen hat sie seit Monaten um Mitgefühl und Solidaritätsbekundungen gebuhlt und sie umgehend bekommen. Ihre Version der Ereignisse  vom März gilt als die Wahrheit schlechthin. Wir würden aber gerne mal auch die von Chris Brown hören! Nicht um ihn reinzuwaschen, wohl aber, damit wir uns wirklich ein umfassendes Bild machen können, welches der Wahrheit nahekommt.

Brown hat seinen schweren Fehler eingestanden, bereut und gebüßt. Nun muss das mediale Eindreschen auf ihn, schon im Sinne des Rechtsfriedens, ein Ende haben.

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