Ein tolles Fady-Interview zum Jahresbeginn in der Augsburger Allgemeinen:

Fady Maalouf spricht K!ar.Text

07.01.2009 17:30 Uhr

Von Nicola Beckers

2008 war das Jahr von Fady Maalouf, der in das Finale der bekanntesten deutschen Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ einzog und alles hat, was einem vielversprechenden deutschen Popsänger nützlich sein kann: ein smartes Äußeres, eine dramatische Biografie und einen hübschen französischen Akzent.

Als Sohn eines gebürtigen Berliners kommt Fady Maalouf 1979 in Zahlé, im Libanon, zur Welt. Im Krieg, den er in seiner Kindheit erlebt, wird er im Gesicht von einer explodierenden Granate verletzt. Die Eltern ziehen mit ihm nach Frankreich, dort absolviert er die Schule. Anschließend studiert er Modedesign und arbeitet in Paris bei bekannten Designern. Im Jahr 2006 zieht er nach Deutschland, wo er sich als Kellner durchschlägt.

Seit seiner Kindheit singt Fady Maalouf, tritt bei Familienfeiern, mit dem Kirchenchor und in Clubs auf und spricht fünf Sprachen. Er ist gerade einmal seit zehn Monaten in Deutschland, da tritt er beim fünften Casting in Hamburg an. Als Zweitplatzierter, aber als „Sieger der Herzen“, nimmt ihn die Plattenfirma Sony BMG unter Vertrag.

K!ar.Text-Reporterin Nicola Beckers hatte Gelegenheit, mit Fady zu sprechen.

Du wurdest damals im Libanon während des Bürgerkriegs geboren und wurdest zwei Mal von Granatsplittern verletzt. Hat die Vergangenheit Einfluss auf dein jetziges Leben?

Fady: Ja, aber die Musik hat mich gerettet. Anfangs habe ich meinen ganzen Frust in die Musik gesteckt, dabei habe ich meine Stimme entdeckt und konnte meine Gefühle in positive Energie umwandeln.

Hat DSDS dein Leben „verändert“?

Fady: Natürlich, nur durch DSDS habe ich es soweit geschafft und kann jetzt Musik machen und lebe meinen Traum. Vor DSDS habe ich in einem Café gearbeitet…

Die Castings für die neue DSDS- Staffel laufen bereits. Was würdest du den Teilnehmern raten, was kommt gut an bei der Jury – speziell bei Dieter Bohlen?

Fady: Ehrlichkeit, Arbeit und Geduld. Man muss viel Geduld haben, um sich zu entwickeln. Das ist es, was die Jury beeindruckt.

Was war dein schönstes Erlebnis auf der Bühne?

Fady: Das schönste Erlebnis war, als meine Eltern beim Halbfinale von DSDS plötzlich da waren – das war eine großartige Überraschung für mich.

Vor DSDS begann deine Musik-Karriere als Sänger in Piano Bars. Du hast deine eigene Musik geschrieben – auf Englisch und Französisch. Sind auf deinem Album auch von dir geschriebene Titel?

Fady: Auf dem Album „Blessed“ ist nur der Titel „Papillon d’amour“ von mir, weil ich das Risiko nicht eingehen wollte. Aber Schritt für Schritt werde ich auch meine eigenen Songs einbringen.

Worauf können sich deine Fans als Nächstes freuen – vielleicht eine Konzert-Tour?

Fady: Eine richtige Tournee mit Liveband möchte ich gerne im Frühling machen. Ich möchte gern eine gute Qualität liefern. Zurzeit baue ich dafür meine Band auf und suche mir meine Musiker aus.

Wer sind deine Vorbilder oder mit wem würdest du gerne einmal auf der Bühne stehen?

Fady: Mein Ziel ist es mit Celine Dion ein Duett zu singen. Ich habe sie in diesem Jahr hier in München getroffen und hoffe, dass es klappt. Sonst höre ich auch Techno und Electronic, George Michael, Freddy Mercury – vorwiegend Künstler, die eine kräftige Stimme haben.

Du bist Diplom-Modedesigner, arbeitest du schon an deiner eigenen Modelinie?

Fady: Ja, momentan arbeite ich an einer kleinen Modelinie, die ich zuerst im Internet rausbringen werde.

Und was wünschst du dir für die Zukunft?

Fady: Ich wünsche mir vor allem Gesundheit, viel Liebe, Erfolg, und ich will unbedingt weiter Musik machen können.

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