Eine großartiges Porträt unseres Fady von Eva Lugger aus Österreich:

Ich gebe zu, ich liebe Musikcasting-shows! Wenn es die Zeit erlaubte, habe ich von Starmania über Pop-stars bis zu DSDS fast jeder Staffel zumindest eine Chance gegeben. Meist erlosch das anfängliche Interesse aber relativ schnell an-gesichts des Mangels an tatsächlich außergewöhnlichen Talenten.

Michael Tschuggnall etwa wäre eines davon, der Sieger der 1. Staffel Starmania und zwischenzeitlicher Dancing Star ist für mich nach wie vor einer der hierzulande am meisten unterschätzten Musiker.
Und dann war da bei Starmania 3 der junge Tom Neuwirth, die Drama-queen mit der großen Stimme, die zwar technisch noch nicht ausgereift war, aber sensationell für Platz 2 reichte. Leider ist es viel zu schnell wieder ruhig um ihn geworden … bis … ja, bis ich eines Abends im April Fady Maalouf bei DSDS hörte …
„So könnte Tom in zehn Jahren klin-gen!“ – Meine Neugier war geweckt: Wer ist Fady Maalouf und was kann er?

forum.fady-maalouf.net

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… Was ich in der Folge erlebte, kann wohl ohne Übertreibung als die Geburtsstunde einer großen Gesangskarriere bezeichnet werden, ausgelöst durch den unbedingten Willen eines jungen Mannes, der sich seines unglaublichen Talents bewusst wird, getragen von einer Welle von Begeisterung, die er damit bei den Zuhörern auslöst.
Fast drei Wochen sind nun vergangen seit dem großen Finale von DSDS 5 – seither übten sich die Fans des Zweitplatzierten mehr oder weniger in Geduld und warteten und hofften auf seine Single „Blessed“. Dank einer für eine unveröffentlichte CD noch nie da gewesenen Flut an Rezensionen bei Amazon und unzähligen Unterstützungsaktionen einer immer größer werdenden unvergleichlich großartigen Fanbase gibt es inzwischen die offizielle Bestätigung, dass es bald eine Single (Veröffentlichung am 04.07.2008) und ein Video von „Blessed“ geben wird und bereits an einem Album gearbeitet wird. Derweil trösten sich viele mit dem Video von Fady’s finalem Auftritt bei DSDS – das beweisen hunderttausende Besucher der vielen verschiedenen Versionen, die im Internet davon kursieren… Mit durchwegs positiven Kommentaren.
Berechtigt! Denn wer Fady Maalouf singen hört UND sieht, wird umso gefesselter sein von „Blessed“ in dieser pompös inszenierten Version. Man glaubt sich in einem großen Melodram mit dem Hauptdar-steller ganz in Weiß, in blau-weißes Licht von hunderten Scheinwerfern getaucht, und man muss wohl ein ganz besonders harter Kerl sein, wenn man nicht spätestens im Schlussteil diese „Haut von Gans“ (Copyright Dieter Bohlen) spürt, wenn Fady Maalouf im Feuerwerk zum stimmgewaltigen finalen Chorus ansetzt: „For the first time in my life I am someone great…“. Er ist tatsächlich „someone great“, und man glaubt es ihm auf’s Wort, „blessed“ zu sein!

Wenn diese knisternde Live-Atmosphäre auf CD auch nur ansatzweise zu spüren ist, sind die vielen positiven Kritiken, die bereits vor der Veröffentlichung geschrieben wurden, nur eine erste kleine Brise vor einem ganz großen Sturm der Begeisterung, der sicherlich bald auch nach Österreich wehen wird.

Ich bin dankbar dafür, diesen großen Moment in Fady’s Karriere miterlebt zu haben und ich wünsche ihm zum jetzigen Zeitpunkt vor allem Menschen, die es ehrlich mit ihm meinen, Durchhaltevermögen und weiterhin die Gabe, beizeiten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dann steht einer Welt-karriere hoffentlich nichts im Wege, denn eines ist gewiss: „Deutschland sucht den Superstar“ war für Fady Maalouf erst der Beginn… (el)

[ Persönliches Statement der Autorin ]
E. akdogan bei Amazon:
Doch was macht die Faszination des Künstlers und Menschen Fady Maalouf aus? Was bewegt so viele Menschen verschiedener Altersgruppen und Schichten, mit einer fast unnatürlichen Leidenschaft Rezensionen zu schreiben? Es ist die in jedem lebenden Menschen schlummernde Sehnsucht nach dem Wahren, nach dem Echten, dem Wesentlichen, dem uns alle Verbindenden. Es ist die grenzen-lose Übersättigung des strategisch Pseudo-Coolen und daher unmöglich Authentischen.

Da erscheint eine bis dato völlig unbekannte Person aus dem fernen Libanon auf der deutschen Bildfläche und verdeutlicht uns mit einer fast kindlichen Selbstverständlichkeit, was uns die ganze Zeit gefehlt hat: Musik, die wieder bewegt, im wahrsten Sinne des Wortes. Da hat ein Mann die Courage sich hinzustellen und sich völlig hemmungslos in seinen Liedern zu entblößen, ohne Schutzschild, ohne Kalkül, ohne Strategie. Zuerst kommt die Verunsicherung. Man ist beschämt, gerührt, ver-klemmt, ist geneigt, sich nach links und rechts zu seinem Nachbarn zu drehen, um ihn zu fragen: Darf der das? In aller Öffentlichkeit, so viel Kitsch, so viele Emotionen? Er darf! Er soll!

Der Mut steckt an und was am Ende übrig bleibt ist das Gefühl, nicht mehr in den Keller hinab-zusteigen, um seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Wir bleiben oben, so wie Fady Maalouf uns das vorgemacht hat.

Als Reaktion auf diesen fabelhaften Artikel erhielt Eva Lugger soviele positive Feedbacks, dass sie sich dazu entschloss, noch einmal ein persönliches Statement abzugeben:

Persönliches Statement zu Fady Maalouf
Zahlreiche positive Reaktionen auf meinen Artikel über Fady Maalouf, aber auch die ungläubigen Blicke ob meiner Begeisterung für einen Castingstar aus DSDS von Familie, Freunden und von manch alteingesessenem Mitglied der österreichischen Musikszene – seien es Kollegen, Medienmacher oder Musiker, die naserümpfend meinen, wieso ich mich, wenn schon, nicht lieber für einen heimischen Künstler engagiere – inspirieren mich zu diesem Nachtrag.
Ich interessiere mich für Musik, seit ich denken kann, und in diesem Sinne bin ich, wenn der Termin-kalender es erlaubt, auch ein Fan von Musikcastings. Diesmal war ich gerade mit Stefanie Werger und ihrem aktuellen Musik- & Kabarettprogramm „50plus – Gnadenschuss?“ auf erfolgreicher Tournee durch Österreich unterwegs – welch ein Glück also, dass ich die 5. Staffel DSDS überhaupt verfolgen konnte! Wenn zunächst auch nur sporadisch aus Interesse am Rande, wie sich die österreichische Teilnehmerin Monika Ivkic schlagen und wie es Thomas Godoj ergehen würde, der mir und angesichts seines späteren Sieges wohl auch vielen anderen von Anfang an positiv auffiel. Ich freute mich zwar für Fady und weinte fast mit ihm, als er nach seinem sensationellen Auftritt mit „Home“ in der Top 15-Show (mit einsamen drei Fans im Publikum) angesichts des unerwarteten Ergebnisses in Tränen ausbrach: Die Zuseher hatten ihn direkt unter die besten Fünf der Top 10 gewählt! Und ich bewunderte seinen Mut, gleich in der 1. Mottoshow mit „Helpless when she smiles“ einen nahezu unbekannten Titel der Backstreet Boys auszugraben, um damit die Zuseher wiederum für sich einzunehmen.
Aber viel mehr als mit den Liedern, die er vortrug, berührte er mich zunächst vor allem mit seinen in charmantem französischem Akzent gehaltenen intelligenten Interviews, in denen sich ein überaus sensibler Künstler offenbarte mit seinem vom Krieg im Libanon geprägten Schicksal (siehe Biografie). Meine absolute Aufmerksamkeit erreichte er vier Runden später mit der Bohlen-Hymne der 1. Staffel DSDS, „We have a dream“ – damals gesungen von zehn Finalisten. Die souveräne Art und Weise, wie Fady Maalouf dieses Lied alleine meisterte, kombiniert mit seinem professionellen Umgang mit verschiedenen negativen Pressemeldungen zu seiner Person, die zuvor durch den deutschen Blätter-wald gerauscht waren, machten DSDS fortan zu einem Pflichttermin für mich und ließen mich regelmäßig aufhorchen, sobald er auf dem Bildschirm erschien, von Woche zu Woche mit mehr Selbst-bewusstsein und einer Stimme, die mich mehr und mehr gefangen nahm.
All seine Auftritte ab dem Halbfinale sind für mich die mit Abstand besten bei einer Castingshow ever, nur noch getoppt von einer atemberaubenden Version von „My Way“ im Duett mit Thomas Godoj, in dem Fady Maalouf zum Grande Finale noch einmal mit aller stimmlichen Genialität aufzeigte, zu der er in den Wochen zuvor gefunden hatte. Mit seiner unvergleichlich facettenreichen und gefühlvollen Stimme ist er jener Kandidat eines Musikcastings, auf den ich im Grunde genommen all die Shows zuvor gewartet habe. Ihm zuzuhören hat etwas von Heimkommen und Wohlfühlen, sein bescheidener Charme bei seinen unregelmäßigen aber häufigen Besuchen seiner Fanpage und MySpace-Seite sorgen für Stau am Datenhighway und inspirierten bisher mehrere tausend Menschen zu so derartig ehrlichen und herzlichen Kommentaren, dass ein ganz eigener Spirit von Harmonie aus dem www strömt beim Besuch seiner Internet-Auftritte.
Wieso ich mich also nicht lieber für einen heimischen Künstler engagiere? Mein Gewissen ist rein, ich schätze alle sehr, für die ich arbeite! Und ich habe vielen anderen eine Chance gegeben, mit mir einen solchen Weg zu gehen, wie ihn Fady Maalouf mit einem perfekten Zusammenspiel von beein-druckender Musikalität und respektvollem Geben und Nehmen zwischen dem Künstler und seinem Publikum, das wie eine immer größer werdende Familie zu ihm steht, betreten hat.
Vielleicht ist es Schicksal, dass dieser Weg mich schließlich nach Deutschland führte. Vielleicht möchte ich aber auch einfach nur meine Energien sinnvoller nützen und habe die Nase voll von der seelen-losen Vermarktungsmaschinerie, die sich in der heimischen Musikindustrie breit macht – immerhin von einigen Ausnahmen abgesehen. Betroffene dürfen sich gerne angesprochen fühlen! …
Eva Lugger – 08.06.2008

Wir sagen: Danke Eva! Danke Österreich!!!

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